News

Unternehmensnachfolge und Strategie – eine unternehmerische Herausforderung

Gunter Fauth

Strategie bedeutet, die richtigen Weichenstellungen für Ihr Unternehmen zu treffen. Besonders bei der Unternehmensnachfolge sind dabei komplexe Fragen zu beantworten.

Die Gestaltung und Sicherstellung einer integrierten Strategieentwicklung, verbunden mit einer kontinuierlichen Begleitung der Strategieumsetzung, eröffnet für viele Unternehmen bisher nicht genutzte Chancen, die nicht auf die lange Bank geschoben werden sollten.

Im Zusammenhang mit einer der wichtigsten Fragen für einen Unternehmer – der Nachfolgeplanung – ist eine gut geplante und wohl überlegte Nachfolgestrategie eine notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Gestaltung der Zukunft eines Unternehmens.


Regelung der Unternehmensnachfolge ist eine einmalige Herausforderung

Die Regelung der Unternehmensnachfolge ist eine einmalige Herausforderung im Leben eines Unternehmers. Unternehmensnachfolge bedeutet für den Unternehmer eine tragfähige Lösung zu finden, welche sein Lebenswerk mit allen daran hängenden Bindungen und Verbindungen in eine neue Zukunft überleitet. Eine der wichtigsten strategischen Aufgaben einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung ist somit die Sicherstellung der Unternehmensnachfolge.

Die Umsetzung einer „richtigen“ Nachfolgelösung bedarf eines ausreichenden zeitlichen Vorlaufs. Je früher sich ein Unternehmer mit der Nachfolgeregelung auseinandersetzt, desto mehr Handlungsspielraum steht ihm für die Planung und Umsetzung zur Verfügung.


Regelung der Unternehmensnachfolge als Bestandteil der Unternehmensstrategie

Im Zuge einer kontinuierlichen Strategieentwicklung bzw. Strategieanpassung sollten nicht nur die zukünftigen Märkte und Wettbewerber analysiert werden, um daraus Erkenntnisse für die eigene Marktpositionierung und die zukünftige Ausrichtung und Fokussierung des Unternehmens, seiner Produkte und Dienstleistungen, seiner Kundengruppen und letztlich auch seiner Mitarbeiter zu finden. Die Nachfolgeregelung sollte frühzeitig Gegenstand der strategischen Überlegungen sein.

Was wünscht sich ein erfolgreicher Familienunternehmer mit dem Blick von heute auf die Zukunft seines Unternehmens?
Er möchte sein Lebenswerk weitergeführt sehen, ob in Familienhand oder durch eine familienexterne Unternehmensnachfolge. Sein „Name“, der in sehr vielen Fällen dem Unternehmensnamen entspricht, sollte weiterhin für seine bisherigen Unternehmenswerte und Unternehmenskultur stehen. Das zukünftige Geschäft sollte sich möglichst nachhaltig weiterentwickeln und vor allem stehen sichere Arbeitsplätze im Mittelpunkt seines Interesses.


Langfristig Denken und Handeln

Neben der Fortführung des Unternehmens ist der Zeitpunkt des Übergangs des Unternehmens auf die Nachfolger entscheidend. Bei einer familieninternen Nachfolgregelung spielen das Alter der Kinder und die Integration ins Unternehmen eine wichtige Rolle. Die unternehmerische Verantwortung sollte schrittweise übergeben werden. Steuerliche Aspekte sind bei der Übergabe für den Unternehmer im Fokus.

Bei einer familienexternen lösung der Unternehmensnachfolge stehen ein Verkauf des Unternehmens und die Erzielung eines guten Kaufpreises im Vordergrund. Vielleicht gibt es auch Führungskräfte im Unternehmen, die mit einem Management Buy out (MBO), Unternehmensteile oder sogar das gesamte Unternehmen übernehmen.

Eine Nachfolgeregelung ist komplex und vielfältig, wenn sie von „langer Hand“ geplant wird, dann ist die Chance auf eine erfolgreiche Umsetzung für alle Beteiligten sehr groß. Unternehmensnachfolge und Strategie sind große unternehmerische Herausforderungen. Ich empfehle Ihnen eine ganzheitliche Betrachtung.


Zum Autor

Sie erreichen Herrn Gunter Fauth per E-Mail unter fauth@valegra.de

Das interessiert andere Leser

  • Redakteur Eike Benn (li.) mit Dr. Christian Reitwiessner (re.) von Ethereum

    Blockchain-Revolution

    Blockchain heißt die Technik, die hinter der digitalen Währung Bitcoin steckt und von Banken gefürchtet wird. Hat sie das Zeug zu einer Revolution?

  • Starke Konjunktur lässt Zahl der geschlossenen Firmen sinken

    Die Zahl insolventer Firmen geht in Deutschland immer weiter zurück. Die florierende Wirtschaft dämpft aber zugleich auch das Gründungsgeschehen.

  • Wie Unternehmen durch CVC innovativer werden – und mehr als 50 Jahre überleben

    Wenn Firmen träge werden, kann das schnell das Aus bedeuten. Grund: Die Umwälzungsgeschwindigkeit der Wirtschaft durch disruptive Technologien. Es gibt aber Auswege.

  • Hört die Signale

    Das zweite Maschinenzeitalter

    Roboter und künstliche Intelligenz werden Arbeit und Gesellschaft nachhaltig verändern. Unternehmer müssen sich anpassen – zehn Tipps für die Transformation.

  • Führt Digitalisierung zum Generationenkonflikt in der Nachfolge?

    Selbstbewusste Nachfolger

    Eine neue Studie zeigt, wie die Chefs von morgen ticken: Die Nachfolger sind selbstbewusst und scheuen keinen Konflikt.

  • Schlagartig kreativ - Drums als Energiequelle für Mitarbeiter

    Trommeln für’s Gehirn

    Früher jubelten Rainer Schumann und seiner Band „Fury In The Slaughterhouse“ die Massen zu. Heute weckt der Schlagzeuger die Kreativität von Unternehmern.

  • Franchise-System: Wachstum mit Marke und Konzept

    Absurde Ideen

    „Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie“, wusste Albert Einstein. Weshalb das auch für Franchise-Systeme gilt.

  • Digitale Fitness - Möglichkeiten und Stolpersteine der Krankenkasse 4.0

    Krankenkassen in der Zwickmühle

    Kunden fordern digitale Angebote. Zugleich müssen ihre Daten geschützt werden. Wie die Techniker Krankenkasse die Herausforderung annimmt.

  • Aus zwei Welten

    Fintechs versus Banken

    In der Welt der Finanzdienstleister ist der Wettbewerb durch die Digitalisierung härter geworden. Was die Geldhäuser von den Startups lernen können.

  • Comeback versus Ruhestand - Fondsmanager: Schmecken die Rezepte der Altstars noch?

    Die (Ex-)Stars der Finanzbranche

    Sie bewegten Milliarden, waren jahrelang die Stars der Branche. Doch dann stürzten einige Fondsmanager. Gelingt ihnen nun ein Comeback?

  • Gerlinde Baumer - Partnerin der omegaconsulting GmbH

    Der Faktor Mensch

    Bei der Unternehmensnachfolge spielen nicht nur Zahlen eine Rolle, sondern auch der Faktor Mensch. Drei Beispiele zeigen, worauf es ankommt.

  • Finanzierung ohne Bank

    Roadshow im Rückspiegel

    Die Roadshow „Innovative Finanzierungslösungen für mittelständische Unternehmen“ war ein voller Erfolg. Ein Rückblick.

  • Ihr Flug! - Selbstwahrnehmung im Flugsimulator schärfen

    Ihr Flug! - Selbstwahrnehmung im Flugsimulator schärfen

    Im Flugsimulator einer Boeing 737 erfahren Führungskräfte, warum Selbstwahrnehmung ebenso wichtig ist, wie klare Aussagen zu treffen und Fehler zugeben zu können.

  • Den Unternehmensverkauf gut planen

    Den Unternehmensverkauf gut planen und richtig umsetzen

    Es ist unter Unternehmern allgemein bekannt, dass zwischen 2014 und 2018 in Deutschland ca. 80.000 – 120.000 Unternehmen zum Verkauf stehen, meist aufgrund einer nicht vorhandenen Unternehmensnachfolge.

  • Den Erfolg atmen -  Sri Sri Ravi Shankar über Entspannungstechnik

    Den Erfolg atmen - Sri Sri Ravi Shankar über Entspannungstechnik

    Meditation entspannt und stärkt das Selbsbewusstsein. Wer sie konsequent praktiziert, kann Berge versetzen – sagt Meditationslehrer Sri Sri Ravi Shankar. Seine Erfolge sprechen für sich.

  • Pickawood Crowdinvesting

    Was wurde eigentlich aus ...

    ... Pickawood? Vor einem Jahr sammelte der Online-Möbelshop 250.000 Euro über die Deutsche Unternehmerbörse DUB.de ein. Heute zählt es zu den wachstumsstärksten Startups Europas.

  • Endlich Spaß - So hilft Outfittery Männern beim Shoppen

    Hier shoppt Mann gern

    Klamotten zu kaufen macht Männern so viel Spaß wie die Toilette zu putzen. Im Schnitt tun sie es nur zwei Mal pro Jahr. Doch es gibt Abhilfe: Curated Shopping.

  • Neue Quellen erschließen

    Kapital ohne Kredit

    Darlehen sind derzeit besonders günstig, aber längst nicht jedes Unternehmen bekommt eins. Hier werden die besten Alternativen erklärt.

  • „Kenne deinen Kunden“ - Eckhard Geulen über Risikomanagement

    Wenn die Bänder stillstehen

    Zahlungs- und Produktionsausfälle sind Gift für das Unternehmen. Wie Big Data helfen kann, solche existenziellen Risiken zu verhindern.

  • „Die letzten fünf Prozent herauskitzeln“

    Startrainer im Interview

    Jürgen Klopp verrät, wie er die letzten fünf Prozent Leistung aus seiner Mannschaft herauskitzelt – und warum das Gehalt nicht alles ist.

  • Im Fokus - Die neuen Senioren als Zielgruppe

    Das Geheimnis der Best Ager

    Die Generation 50 plus ist kaufkräftig und technikaffin. Trotzdem gelingt es nur wenigen Unternehmen, diese Zielgruppe erfolgreich anzusprechen.

  • Raus aus dem Raster

    Raus aus dem Raster

    Ungezwungene Mitarbeiter-Events wie Hackathons und Barcamps bringen oft frische Ideen.

  • Ihr Porträt

    Aktive Unternehmenssuche

    Wenn attraktive Unternehmen bei DUB.de verkauft werden, stehen die Käufer Schlange. So erhöhen Sie Ihre Kaufchance.

  • Raus aus der Komfortzone

    Raus aus der Komfortzone

    Vertriebsexperte Dirk Kreuter sagt, wie Verkäufer in der digitalen Welt überleben.

  • Jetzt testen: Der WirtschaftsWoche Digitalpass

    1 Pass – 5 Produkte. Inklusive BörsenWoche, der wöchentliche Finanzbrief der WirtschaftsWoche für Privatanleger. Jetzt 4 Wochen gratis.

  • Struktur braucht Zeit - Dietmar Beiersdorfer zum HSV-Umbau

    Struktur braucht Zeit - Dietmar Beiersdorfer zum HSV-Umbau

    Dietmar Beiersdorfer hat eine Vision: die arg gebeutelte Traditionsmarke HSV zukunftsfähig aufzustellen. Über den langen Restrukturierungsprozess, kurzfristige Erfolge und neue Spielregeln.

  • Das Kreditgespräch gedanklich vorbereiten

    Das Kreditgespräch gedanklich vorbereiten

    Wie Firmenchefs ihrem Banker offen und plausibel ihre Zukunftsfähigkeit darlegen können.

  • Ob Betriebsablauf, Arbeitsschutz oder Produktqualität – als Leitungsorgan der Gesellschaft tragen GmbH-Geschäftsführer viel Verantwortung.

    Haftungsrisiken minimieren

    Ob Betriebsablauf, Arbeitsschutz oder Produktqualität – als Leitungsorgan der Gesellschaft tragen GmbH-Geschäftsführer viel Verantwortung.

  • Niederlagen nutzen

    Niederlagen nutzen

    Im Exklusivinterview mit dem DUB UNTERNEHMER-Magazin verrät Wladimir Klitschko, warum er für die Niederlage dankbar ist und wie er seine Karriere als Dozent gestaltet.

  • Besser streiten

    Besser streiten

    Konflikte können Geschäftsbeziehungen nachhaltig beschädigen. Ein Rechtsanwalt erklärt, wie Mediation besonders in Franchise-Systemen zu besseren Lösungen führt.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen

Jetzt Newsletter bestellen

DUB-Themen-Newsletter
wöchentlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick