News

Partner für Perspektiven

Mark Niggemann

Eine qualifizierte Nachfolgeberatung sichert nicht nur das Familienvermögen und Arbeitsplätze. Existenzgründern kann sie den Start in die Selbstständigkeit erleichtern.


Nach Angaben des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn standen 2011 in Deutschland 103.600 Unternehmen vor der Übergabe. Bis zum Jahr 2020 soll sich die Zahl aufgrund des demografischen Wandels auf 123.800 erhöhen. Für viele Familienunternehmer dürfte die favorisierte familieninterne Nachfolgeregelung unerfüllt bleiben.
Dies zeichnet sich jetzt schon ab. In einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags unter ausgeschiedenen Unternehmern äußerten 49 Prozent der Befragten, sie hätten sich eine Nachfolge innerhalb der Familie gewünscht, nur 36 Prozent konnten dies umsetzen. Vier Prozent hielten eine Liquidation für verantwortlich, doch acht Prozent mussten mangels Alternative liquidieren. Dadurch wurden Arbeitsplätze und Familienvermögen vernichtet.


Stille Gesellschafter

Warum konnten Tausende von Unternehmerfamilien die gewünschte Nachfolgeregelung nicht realisieren? Hätte eine qualifizierte Nachfolgeberatung die Zielerreichung ermöglicht? Gespräche mit enttäuschten Unternehmerfamilien verdeutlichten, dass Informationen über bestehende Marktmöglichkeiten fehlen.
Besonders sichtbar wird dies im Finanzierungsbereich. Die Möglichkeit, stille Gesellschafter zur Stärkung der Kapitalbasis aufzunehmen, wurde ebenso häufig nicht bedacht wie das Konzept von Minderheitsbeteiligungen strategischer Partner. Tatsächlich ist der Bedarf an strategischer Nachfolgeberatung extrem groß.
Sei es beim Generationswechsel oder auch bei der Begleitung eines Käufers oder Neugründers – mit qualifizierter Beratung lassen sich hausgemachte Fehler,
die Zerschlagung von Arbeitsplätzen sowie die Vernichtung von Kapital vermeiden. Das gilt besonders, wenn mit der Unternehmensgründung der Schritt in eine Selbstständigkeit vollzogen wird. 2010 wurden 384.718 Unternehmen in Deutschland stillgelegt. Häufig betroffen waren Gesellschaften, bei denen Existenzgründer die unternehmerische Herausforderung suchten und sich durch die Selbstständigkeit mehr Entscheidungsunabhängigkeit erhofften.
Viele dieser Unternehmen gerieten bereits in den ersten fünf Jahren nach Gründung in Schieflage.


Gemeinsame Sache

Es geht auch anders: Partnerschaften zwischen jungen und etablierten Unternehmen sind oft erfolgreich. Etablierte Unternehmen können – auch über Minderheitsbeteiligungen – Zugang zu neuen Produkten und Märkten erhalten. Nicht selten können auch qualifizierte unternehmerische Führungskräfte gewonnen werden. Letztlich ist eine qualifizierte Nachfolgeberatung bereits für sehr junge Unternehmen ratsam.


Zum Autor

Mark Niggemann ist Geschäftsführer des Instituts für Wirtschaftsberatung Niggemann & Partner GmbH & Co. KG

Sie erreichen Mark Niggemann per E-Mail unter m.niggemann@ifwniggemann.de 

Das interessiert andere Leser

  • Kaspersky Security Intelligence Lab

    Mit Security Intelligence gegen Cybergefahren

    Rechnung via E-Mail, Absender unbekannt? Wer da auf „Zahlen“ klickt und die Firmenkreditkartendaten eingibt, dürfte Phishing zum Opfer gefallen sein. So schärfen Sie die Sinne für Cybergefahren.

  • Lisa Mayer, Olympionikin und erfolgreiche Studentin ist Sport-Stipendiatin des Jahres 2016

    Sprinterin räumt ab

    Lisa Mayer, Olympionikin und erfolgreiche Studentin ist „Sport-Stipendiat des Jahres 2016“.

  • Das Who’s who deutscher

    Deutschland digital

    15 deutsche Top-CEOs verraten exklusiv, wie sie im digitalen Zeitalter siegen wollen.

  • Der Transformator

    Wachgeküsst

    Wie aus einem unprofitablen Familienbetrieb ein europäischer Champion wird, zeigt das Beispiel Europart.

  • Regierung hilft Start-ups

    Regierung hilft Start-ups

    Dank Steuererleichterungen für Investoren sollen junge Unternehmen leichter an frisches Kapital kommen.

  • Erfolgreich mit Hundefutter: Franchise-Unternehmer Torsten Toeller

    Selfmade-Millionär auf Abwegen?

    Torsten Toeller, Chef des Franchise-Imperiums Fressnapf, zieht sich zurück. Was steckt dahinter?

  • Migranten als Gründer

    Mehr als Dönerbude

    Wenn Migranten ein Unternehmen gründen, sind sie längst nicht mehr nur in den Bereichen Gastronomie oder Handel aktiv. Viele schaffen erfolgreich Jobs.

  • Firmen fiebern nach Fusionen

    Das große Fressen

    Bayer, Fresenius, Volkswagen: Deutsche Unternehmen sind in Shoppinglaune. Dabei sah es zu Jahresbeginn düster aus im M&A-Sektor.

  • MBO - Vom Manager zum Eigentümer

    Vom Manager zum Eigentümer

    Wenn eine Firma per Management Buy-out gekauft wird, muss nicht nur das Engagement der Besitzer in spe passen, sondern auch die Finanzierung.

  • Social Media im Franchise

    Social Media für Franchise

    Wie Franchise-Unternehmen Facebook, Twitter oder Whats App richtig nutzen.

  • War for talents

    Bereit für die Neuen? Wahl des Arbeitgebers bei der Generation Y

    Bei der Wahl des Arbeitgebers gilt die Generation Y als besonders anspruchsvoll. Welches Unternehmen positioniert sich am besten im ‚War for Talents’? Eine Studie will der Frage auf den Grund gehen.

  • Wladimir Klitschko 2016

    Veränderungen managen

    Ex-Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko und die Universität St. Gallen zeigen Führungskräften und Managern, wie sie die Herausforderungen der Digitalisierung meistern.

  • LMU München

    Start-up-Hochburg München

    Der Inkubator der Ludwig Maximilians-Universität München (LMU) hat bereits 165 Start-ups mit mehreren hundert Millionen Euro Marktwert hervorgebracht.

  • Stefan Wagner

    CSR ist kein Werbe-Chichi

    Stefan Wagner, Chef der HSV-Stiftung, sagt, weshalb Corporate Social Responsibilty nicht nur Marketing sein darf.

  • In England und Frankreich werden deutlich mehr Unternehmen in Firmenbörsen inseriert als in Deutschland

    Beliebte Firmenbörsen

    Hoppla, in England und Frankreich werden deutlich mehr Unternehmen inseriert als in Deutschland. Wieso?

  • Jaguar. Ein 67-jähriger Brite hat sein Unternehmen an seine Mitarbeiter verschenkt.

    Geschenk vom Chef

    Der Brite Peter Neumark hat ein besonderes Geschenk für seine Angestellten: das Unternehmen.

  • Kingii Startup 2016

    Mehr als Samwer

    Drei spannende Start-ups von der WHU – Otto Beisheim School of Management.

  • Olympioniken auf Praktikumssuche

    Olympioniken auf Praktikumssuche

    Einmal bei den Olympischen Spielen antreten – diesen Traum hat sich unser Team in Rio erfüllt. Um an ihrer zweiten Karriere zu feilen, suchen einige der Top-Athleten auf DUB.de nach einem Praktikumsplatz.

  • Pater Notker Wolf

    Der CEO der Benediktiner

    Notker Wolf, Abtprimas des Mönchsordens, über guten Führungsstil und ernsthaftes Zuhören.

  • Berlins Turbo für Gründer

    Die besten Start-ups der TU Berlin

    Hochschul-Inkubator der Technischen Universität Berlin fördert Unternehmertalente. Wir haben drei jungen Firmen über die Schulter geschaut.

  • Wie Franchise-Systeme die Digitalisierung anpacken

    Big Franchise-Data

    Sieben Franchise-Geber verraten, wie sie das Verhalten ihrer Kunden analysieren und was sie mit den Daten anfangen.

  • Die sechs Erfolgsgeheimnisse starker Markenfirmen

    Das Geheimnis starker Marken

    Warum will jeder ein iPhone? Weshalb sagen wir „Tempo“ statt „Taschentuch“? Die Marke macht den Unterschied.

  • Nachfolge in Deutschland

    Was kostet ein Unternehmen?

    Eine aktuelle Studie hat untersucht, wie viel Geld 2015 bei Übernahmen geflossen ist. Die erstaunliche Antwort: In zwei Drittel der Fälle kein Cent.

  • Bernhard Kluge, Covendit

    Den richtigen Käufer finden

    Wer sein Unternehmen verkaufen will, braucht den richtigen Käufer. Klingt total trivial, ist es in der Realität aber nicht.

  • Mitarbeitersuche

    Wachstumsschmerzen

    Drei von vier deutschen Start-ups rechnen mit steigenden Umsätzen. Doch wer expandieren will, braucht auch mehr Personal.

  • Das 4-Stunden-Startup

    Das 4-Stunden-Startup

    Es hat ihn (noch) nicht reich gemacht, aber sein Leben bereichert: Felix Plötz hat ein Start-up aus der Taufe gehoben – neben seinem Hauptberuf.

  • Maui im Binnenland

    Surfen auf dem Baggersee

    „Stand Up Paddler“ bevölkern Deutschlands Badeseen. Ein (wackliger) Selbstversuch.

  • Kampf um die Besten

    Die neue Welt der Berater

    Big Data, Digitalisierung, Regulierung: Die Unternehmensberatung verändert sich rasant.

  • Gründer-Mekka Frankfurt

    Gründer-Mekka Frankfurt

    Was die drei Top-Start-ups vom Frankfurter Goethe-Unibator planen.

  • Wie Unternehmen von der Zusammenarbeit mit Hochschulen profitieren

    Fleißig wie die Bienen

    Die erfolgreiche Kooperation zwischen einer Hochschule und Firmen zeigt, was Unternehmen von Bienen und Ameisen lernen können.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen

Jetzt Newsletter bestellen

DUB-Themen-Newsletter
wöchentlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick