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Knapp die Hälfte der Mittelständler sucht Nachfolger außerhalb der eigenen Familie

In einer Umfrage von Creditreform und KfW unter 1.200 Unternehmen zeigt sich, dass mehr als ein Viertel der Betriebe kurz- bis mittelfristig an eine Nachfolge denken muss.

Creditreform-Daten zeigen, dass der durchschnittliche mittelständische Unternehmer in Deutschland bereits 53 Jahre alt ist. Jeder vierte Betriebsinhaber ist 60 Jahre oder älter. Damit dürfte für viele Unternehmer die Betriebsübergabe an die nächste Generation bevorstehen.

Ein erstes Ergebnis der Befragung ist, dass im Mittelstand Betriebsübergaben bereits seit langem typisch sind. Vor allem im Größensegment von 51 bis 250 Beschäftigten wurde jedes zweite Unternehmen (49,1 Prozent) vom aktuellen Eigner nicht selbst gegründet, sondern vom Vorgänger übernommen.

Bei kleineren Unternehmen sowie in Ostdeutschland ist diese Quote aber deutlich geringer. Der Altersstruktur der Firmeninhaber entsprechend haben viele Befragten den eigenen Rückzug aus dem Unternehmen bereits im Blick (43,3 Prozent). Zwar betrifft das oftmals zunächst (lediglich) die Beschaffung von Informationen zum Thema Nachfolge (46,2 Prozent), bei jedem Vierten (24,6 Prozent) laufen allerdings bereits konkrete Übergabeplanungen und bei fast ebenso vielen Unternehmen (23,7 Prozent) ist der Übergabeprozess schon eingeleitet worden.

Die Befragungsergebnisse zeigen ferner, dass der Mittelstand die Betriebsübergabe häufig langfristig plant. Das heißt, auch wenn bereits ein Großteil der Firmeninhaber den Rückzug im Blick hat, steht erst in jedem zehnten mittelständischen Unternehmen (10,1 Prozent) die Übergabe in naher Zukunft an (in weniger als drei Jahren).

Verstärkt werden Übergaben in den nächsten Jahren im Segment der Unternehmen mit 100 bis 250 Mitarbeitern auftreten. Eine Übergabe in drei bis zehn Jahren ist bei 40,9 Prozent der Befragten vorgesehen. Bei knapp der Hälfte der befragten Unternehmen wird die Übergabe an die nächste Generation erst in mehr als zehn Jahren ein Thema sein (45,7 Prozent).

Das bevorzugte Übergabemodell im Mittelstand ist dabei die Fortführung innerhalb der Familie (51,7 Prozent) – insbesondere in mittleren Unternehmensgrößen. Der Verkauf an Externe ist für 44,9 Prozent der Befragten ein Thema. Auch die Weiterführung durch Mitarbeiter bzw. Miteigner ist für viele mittelständische Unternehmer eine denkbare Form der Betriebsübergabe (40,3 Prozent).

Für kleinere Unternehmen (bis fünf Mitarbeiter) kommt überdurchschnittlich oft die Stilllegung in Betracht (12,3 Prozent). Allein im Dienstleistungsgewerbe ist die Übergabe an Familienmitglieder (44,0 Prozent) nicht die erste Wahl. Häufiger noch wird die Fortführung durch Mitarbeiter bzw. Miteigner präferiert (44,4 Prozent) – möglicherweise, weil der Nachwuchs fehlt oder dieser anderweitige Pläne hat.

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