Das Portal für Unternehmer, Gründer und Investoren
 

„Wir dürfen die Zukunft nicht verschlafen“

Renate Künast: Die Grüne fordert im Zuge der Transformation vor allem weitere Investitionen in E-Mobilität (Foto:dpa/ Kay Nietfeld)

Um im internationalen Vergleich künftig wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Unternehmen, Gründer und Arbeitnehmer auf die richtigen Weichenstellungen angewiesen. Die Grüne Renate Künast sieht die Ökologiekarte als Trumpf im digitalen Wandel.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Steuereinnahmen, Wachstum, Beschäftigung – Die Wirtschaftslage ist gut. Dennoch beklagen Sie Investitionsbedarf. Wo?
Renate Künast: Im Steuerkontext haben wir – auch in Bezug auf Europa – stets gesagt, dass investiert werden muss. Aus dem Finanzministerium hieß es lange, es bestehe diesbezüglich kein Bedarf. Das rächt sich jetzt. Wir brauchen dringend Investitionen, dürfen uns nicht auf den Steuereinnahmen ausruhen. Aufgabe der Politik ist es, eine gute Infrastruktur für die Zukunft aufzubauen und vor allem kleine Unternehmen zu unterstützen. Arbeit und Kapital sollten gleichbesteuert und in eine ökologische Entwicklung integriert werden. Denn in diesem Bereich liegt die Zukunft.

Auf welche Aspekte setzen Sie insbesondere?
Künast:
Wir brauchen den Ausstieg aus der Kohlekraft und müssen zum Beispiel neue Exportchancen schaffen. Dann müssen wir uns in Sachen Mobilität neu aufstellen, der Automobilindustrie einen Modernisierungs-Push geben. Mit dem Ziel, ab 2030 nur noch abgasfreie Autos zu bauen. Deshalb braucht es dringend Ladepunkte für E-Mobilität. Das würde gleichzeitig den Ausstoß von Schadstoffen verringern.

Der digitale Wandel birgt Chancen und Herausforderungen. Welche Bringschuld hat diesbezüglich die Politik, welche die Unternehmen?
Künast: Es gilt, Strukturen für Weiterbildung und Qualifizierung zu schaffen und die Finanzierung auf Selbstständigkeit und Gründung auszurichten. Je mehr wir digitalisieren, desto flexibler können wir auch auf Themen wie Work-Life-Balance eingehen. Diese Debatte müssen alle gemeinsam führen, nicht nur über Shareholder-Value reden, sondern, wie man eine funktionierende, friedliche Gesellschaft schafft. Es braucht neue Strukturen, die es Arbeitnehmern auch finanziell erlauben, sich weiterzubilden.

Ist neben dem Erwerbstätigenkonto, dass Sie in Ihrem Wahlprogramm proklamieren, ein bedingungsloses Grundeinkommen eine weitere Möglichkeit, an dieser Stelle gezielt zu unterstützen?
Künast: Das bedingungslose Grundeinkommen ist bei uns nicht Parteiposition. Aber andere, flexiblere Zeiten sind ein Ansatz. Warum soll man etwa nicht viel flexibler auf Betreuungssituationen reagieren können, egal ob es sich um Kinder oder Ältere handelt? Hinzu kommt, dass Personen ab 30 Jahre, die kein Bafög mehr erhalten, keine Infrastruktur und Finanzstruktur im Rücken haben um sich weiterzubilden. Das wäre aber genau das, was in diesem Bereich nötig wäre. An dieser Stelle müssen wir neue Strukturen aufbauen.

Teil 1: „Wir dürfen die Zukunft nicht verschlafen“
  
Teil 2: „Ladepunkte für E-Mobilität sind die Basis für die Struktur eines Industrielandes“

Teil 3: „Wir brauchen einen neuen Verkehrsmix mit dem Schwerpunkt ÖPNV“

Nach oben

Das interessiert andere Leser

  • Was Unternehmensberater kosten

    Beim Thema Unternehmensnachfolge kommen meist Berater zum Zuge. Mit diesen Kosten sollten Sie planen.

  • Die neue Erbschaftssteuer im Überblick

    Ein Experte erklärt die vier wichtigsten Regeln der neuen Erbschaftssteuer.

  • Besonders zu festlichen Anlässen rundet eine edle Uhr am Handgelenk den Auftritt ab

    Zeit fürs Wesentliche

    Uhren sind mehr als Zeitmesser. Viele Freunde hochwertiger Nobelticker schätzen sie als Schmuckstücke mit technischen Raffinessen.

  • Der große Franchise-Report

    Der große Franchise-Report – das sind die neusten Trends

    Wie finanzieren sich Franchise-Betriebe? Wie finden die Systeme neue Partner? Wie stark wachsen die Unternehmen? Eine Studie gibt Antworten.

  • Invest-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums

    So profitieren Gründer noch besser von Wagniskapital

    Deutschland ist kein Gründerland. Damit sich das ändert, hat das Bundeswirtschaftsministerium das Invest-Programm aufgepäppelt.

  • Hürzeler Bicycles

    Aufgesattelt

    Es gibt schönere Orte als das Fitnessstudio, um die Arbeit hinter sich zu lassen und den Akku aufzuladen. Unternehmer und Manager finden dazu gute Gelegenheit beim Radsport auf Mallorca.

  • Webinare Unternehmensnachfolge

    Webinar 1: Wie gestalte ich die Nachfolge?

    JETZT AUFZEICHNUNG ABRUFEN: 23. November 2016, 17 Uhr: Ein erster Überblick über Möglichkeiten der Nachfolgeplanung innerhalb und außerhalb der Familie. Wie gehe ich es an?

  • Webinare Unternehmensnachfolge

    Webinar 2: Unternehmenskauf - Einzelne Verfahrensschritte

    JETZT AUFZEICHNUNG ABRUFEN: 15. Dezember 2016, 17 Uhr: Von der Suche nach einem Käufer/Verkäufer bis zur faktischen Übergabe und Integration des Unternehmens.

  • BRL Webinare Unternehmensnachfolge

    Webinar 3: Kernthemen des Unternehmenskaufvertrages

    JETZT AUFZEICHNUNG ABRUFEN: 18. Januar 2017, 17 Uhr: Worauf Sie bei den Vertragsverhandlungen und der Gestaltung des Kaufvertrages besonders achten sollten.

  • Marketing-Tipps für Startups mit kleinem Budget

    Insbesondere Startups benötigen in der Anfangszeit viele Kunden, doch für ein effektives Marketing fehlt oftmals das Geld. Mit folgenden Tipps gelingt dies auch mit kleinem Budget.

  • Gründer gesucht

    Gründer gesucht

    Um die Gründerkultur in Deutschland ist es nicht gut gestellt. Eine Studie gibt Aufschluss und ein Unternehmer erzählt aus der Praxis.

  • Beratungsfalle Nachfolge

    Bei der Unternehmensnachfolge helfen Firmeninhabern spezialisierte Berater. Woran Sie einen seriösen Berater erkennen.

  • Multiples: Äpfel mit Äpfeln vergleichen

    Realer Unternehmenswert

    Mit Hilfe der Deutsche Unternehmerbörse DUB.de können Firmenchefs nun sehr viel genauer den Verkaufswert ihres Unternehmens berechnen.

  • Expansion im Franchise

    Mut zur Größe

    Weshalb Franchisenehmer in den Angriffsmodus schalten sollten.

  • Jörg Utecht (Interhyp)

    Digitalisierung: Mit breiter Brust

    Was revolutioniert die Finanzbranche? Wer steht wo im Wettstreit um Digital Leadership? Und wie generiert man Innovationen? Fragen an Vorstand Jörg Utecht vom Ur-Fintech Interhyp.

  • Klein, aber fein – und Renditebringer. Das sind die Börsenzwerge aus der zweiten Reihe.

    Hidden Champions fürs Depot

    Börsenzwerge aus der zweiten Reihe bringen ordentliche Renditen, sind aber auch riskanter – oder etwa nicht?

  • Mehr Unternehmenskäufer

    Mehr Unternehmenskäufer

    Faustdicke Überraschung: Die Zahl der Menschen, die ein Unternehmen kaufen wollen, ist deutlich angestiegen.

  • Fortsetzung folgt

    Fortsetzung folgt

    Die häufigsten Fallstricke bei einer familieninternen Unternehmensnachfolge.

  • Haftung bei einer Kommanditgesellschaft

    Kommanditgesellschaften im Check

    Die Kommanditgesellschaft gehört zu den häufigsten Rechtsformen in Deutschland. Was müssen Gründer über KGs wissen? DUB.de erklärt es.

  • Langsamer Generationswechsel blockiert Investitionen

    Alter schützt vor Torheit nicht

    Das Durchschnittsalter deutscher Unternehmer ist so hoch wie nie. Die älteren Chefs investieren weniger – uns setzen damit ihren Erfolgs aufs Spiel.

  • Hui buh - Kommt das Inflationsgespenst nach Deutschland?

    Trump, das Inflationsgespenst?

    Seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten steigen die Anleiherenditen. Kehrt jetzt auch in Deutschland das Inflationsgespenst zurück?

  • Mangelware Unternehmer

    Mangelware Unternehmer

    Viele mittelständisch geprägte Regionen stehen vor einem doppelten Problem: Sie haben nicht nur zu wenig Fachkräfte, sondern auch zu wenig Unternehmer.

  • Franchise in der Gastronomie?

    Futtern und Franchise ...

    ... passen zusammen wie Pommes und Burger. Wer sich im Gastronomie-Bereich selbstständig machen will, sollte über den Fast-Food-Bereich hinausblicken.

  • Kein Nachfolger in Sicht?

    Den Richtigen (Chef) finden

    Wer einen externen Manager anheuert, holt sich oft Probleme ins Haus. So finden Unternehmen den richtigen Kandidaten.

  • Tour de Force durchs Silicon Valley

    10 Unternehmen in 2,5 Tagen: Deutsche Unternehmer haben digitale Vorreiter besucht. Ein inspirierender Reisebericht.

  • So finden Sie einen Geschäftsführer richtig per Stellenanzeige

    Neun Tipps für die perfekte Stellenanzeige

    Flexibel, teamfähig, hohe Einsatzbereitschaft – langweilig! Wer Top-Bewerber für Führungspositionen will, muss kreativ werden.

  • Viele Mittelständler patzen bei der Nachfolgeplanung

    Verpatzte Planung

    Eine internationale Studie legt den Finger in die Wunde: Nur jedes vierte Familienunternehmen in Deutschland plant die Nachfolge.

  • Praktikantenbörse

    Top-Athlet - und dann?

    Was muss passieren, damit mehr Top-Athleten nach der Sportkarriere ihren Weg ins Top-Management finden? Diese und weitere Fragen standen beim Talk der DUB-Praktikantenbörse auf der Agenda.

  • Kleine Helfer, große Wirkung: Assistenzsysteme

    Kleine Helfer, große Wirkung

    Elektronische Assistenzsysteme wie Parksensoren sind vermehrt nun auch in Nutzfahrzeugen zu finden.

  • Einen Klick entfernt

    Drei, zwei eins, ...

    Onlineshopping boomt – eine E-Commerce-Seite will aber gut geplant sein.

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen

Jetzt Newsletter bestellen

DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick