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62 DUB UNTERNEHMER-Magazin IMMOBILIENFINANZIERUNG Serie UNTERNEHMER FRAGEN,EXPERTEN ANTWORTEN WISSENS-WERT EXPERTENRAT Kreditspezialisten des Finanzierungsvermittlers Interhyp beantworten Fragen von Unternehmern rund um die Themen Immobilienmarkt und -darlehen. Wenn Unternehmer eine Immobilie für priva- te beziehungsweise gewerbliche Zwecke kaufen oder sanieren möchten, stehen sie vor vielen mitunter komplexen Finanzierungsfragen. Angefangen bei der Notwendigkeit der Trennung privater und ge- schäftlicher Belange, über Wege für eine schnellere Til- gung der Schulden, wenn gerade Mittel vorhanden sind, bis hin zur Altersvorsorge mit Betongold trotz nur geringem Eigenkapital. Im DUB UNTERNEHMER- Magazin beantworten fünf Regionalleiter der Interhyp, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinan- zierungen, ausgewählte Unternehmerfragen. „Ich möchte eine denkmalgeschützte Villa im Großraum Berlin kaufen, um diese privat sowie beruflich für Semi- nare und Tagungen zu nutzen und an Dritte zu vermieten. Sollte ich das Objekt am besten zunächst als Privathaus finanzieren? Was passiert, wenn bei der Baufinanzierung Privates nicht von Geschäftlichem getrennt wird?“ Thomas K., Coach, Potsdam „Kann ich als Unternehmerin Gewinne zur Kredittilgung einsetzen? Wie kann ich meine Schulden möglichst rasch drücken, und was muss ich beachten?“ Annika S., Geschäftsführerin, Hamburg „Eine klare Trennung ist nicht nur zu empfeh- len, sie wird auch von Banken erwartet. Hin- zu kommt: Wenn Sie als Unternehmen eine Immobilie erwerben, geht diese in das Be- triebsvermögen über und wird entsprechend besteuert. Für eine detaillierte Empfehlung bedarf es einer ebensolchen Analyse. Auf den ersten Blick erscheint es aber sinnvoll, die Immobilie als Privatmann zu erwerben, um dann beruflich genutzte Teile an die Firma zu vermieten. Vorteil: eine saubere Trennung. Sie bleiben beruflich flexibel und genießen als Privatmann die Vorteile eines Kapitalanlegers.“ Martin Wodnitzki, Leiter Privatkundengeschäft Region Ost „Wenn regelmäßig höhere Geldbeträge zusätzlich zur Verfügung stehen, soll- ten diese unbedingt dem Schuldenabbau dienen. Ein Sondertilgungsrecht etwa kann ein echter Tilgungsturbo sein. Fünf Prozent der Darlehenssumme pro Jahr sind dabei ein üblicher Wert. Für Unternehmer sind Sondertilgungen von zehn Prozent per anno sinnvoll. Etwaige Zinsaufschläge werden vom Entschul- dungseffekt schnell kompensiert. Diese Sondertilgungshöhe wird vielfach schon kostenlos angeboten. Eine Alternative sind teilvariable Darlehen, bei denen der variable Anteil jederzeit in beliebi- ger Höhe zurückgezahlt werden kann – mit dem Preis von Zinsunsicherheit und relativ hohen Gebühren. Ich rate zu einer realistischen Einschätzung der Ausschüttungen. Wer zu viel Flexibilität einplant, ohne diese zu nutzen, zahlt möglicherweise drauf. Wer sich hier be- schneidet, beraubt sich einer schnellen Entschuldungschance.“ Mathias Breitkopf, Leiter Privatkundengeschäft Region Nord DUB_Beihefter_Herbst_2016_062-063.indd 62 01.09.16 11:41 DUB_Beihefter_Herbst_2016_062-063.indd 6201.09.1611:41

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