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men folgen damit dem Wunsch unzähliger Kunden, die umweltbewusster leben wollen. Doch auch die Großkunden haben sich entwickelt und produzieren zumindest einen Teil ihrer Energie selbst. Das alles steigert die Intensität des Wettbewerbs. Immerhin wird die Zahl derer, die ihren Anteil am Kuchen fordern, immer größer. Doch die Energieversorger empfinden die Situation nicht als Bedrohung, sondern als Chance. Beispiel Photovoltaikanlagen: Nur wenige Haus- halte sind bisher mit einem Energiespeicher im Keller ausgestattet. Viele Energieunternehmen werden solche Speicher zur Verfügung stellen und die Elemente auf einer digitalen Plattform vernetzen. Ein ideales Betä- tigungsfeld ist außerdem der Markt für Elektrofahr- zeuge. Steht der geladene Wagen in der Garage und wird aktuell nicht gebraucht, dann können künftig neuartige Ladestationen die Fließrichtung umkehren, und der Haushalt kann mit Strom aus dem Elektroau- to versorgt werden. Damit nicht genug: Eine Chance für die Energie- versorger besteht darin, sich mit Unternehmen anderer Branchen zusammentun, um bei vielen technischen Neuerungen mitzumischen – etwa bei intelligenten Steuerungen für Heizsysteme oder bei der Vernetzung von Blockheizkraftwerken. Und beim Thema Elek- tromobilität werden sich Autohersteller, Betreiber von Ladestationen, Akkuhersteller, Energieversorger und Flottenbetreiber verbinden, um die Technik flächen- deckend durchzusetzen. Ein weiteres neues Betätigungsfeld für die Energiever- sorger ergibt sich aus der Transformation zum Energie- und Effizienzmanager. Sie können im internationalen Kontext beraten, aber auch regionale Anbieter sowie Stadtwerke in den Städten. Smart Energy könnte so ebenfalls ein Wachstumsmarkt werden. Immerhin werden IT und Digitalisierung in der Energiewirtschaft immer wichtiger. „Der Umbau der Energieversorgung hin zu dezentralen und erneuer- baren Erzeugungsstrukturen ist eine der zentralen Herausforderungen in Deutschland“, sagt Bundes- wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Intelligente Net- ze – sogenannte Smart Grids – können seiner Ansicht nach die Kosten für den Netzausbau abfedern. Bei- spiele sind die Direktvermarktung der erzeugten Ener- gie vieler kleiner Anlagen oder etwa die Vermarktung von Flexibilitäten im Energieverbrauch. Die Zukunft beginnt jetzt. „Es wird vernetzter, es wird auch effi- zienter in vielen Bereichen“, sagt Hildegard Müller, Mitglied des Präsidiums des Bundesverbands der Ener- gie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Das Fundament bei den Energieunternehmen ist vorhanden. DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK Die Energiebranche erfindet sich neu. Innova- tive Technologien öffnen Wachstumsmärkte. 0Mehr unter bdew.de DER STROMMIX IN DEUTSCHLAND Mit rund 196 Milliarden Kilowattstunden lieferten 2015 erneuerbare Energien 30,1 Prozent der deutschen Bruttostromerzeugung und sind damit der wichtigste Energieträger zur Stromproduktion. Der Anteil soll weiter kräftig ansteigen. Quelle:AGEE-Stat,AGEnergiebilanzen;Stand:2/2016 Erdgas 59,6 Mrd. kWh 9,1% Wasserkraft 19,3 Mrd. kWh 3,0% Sonstige 31,5 Mrd. kWh 4,8% Erneuerbare Energien 195,9 Mrd. kWh 30,1% Steinkohle 118,0 Mrd. kWh 18,1% Photovoltaik 38,4 Mrd. kWh 5,9% Biomasse (einschl. biogenen Mülls) 50,0 Mrd. kWh 7,7% Kernenergie 91,8 Mrd. kWh 14,1% Wind (Offshore) 8,7 Mrd. kWh 1,3% Braunkohle 155,0 Mrd. kWh 23,8% Wind (Onshore) 79,3 Mrd. kWh 12,2% gesamt 651,8 Mrd. kWh DUB UNTERNEHMER-Magazin 47 UNTERNEHMER HANDELN DUB_Beihefter_Herbst_2016_046-049.indd 47 01.09.16 15:51 DUB_Beihefter_Herbst_2016_046-049.indd 4701.09.1615:51

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