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M&A-Aktivitäten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa
Seit 2007 stagnieren die internationalen M&A-Aktivitäten. Doch 2010 konnte der weltweite M&A-Sektor mit 2,5% zum ersten Mal wieder leicht zulegen und erreichte einen gesamten Transaktionswert von 1.894 Mrd. USD. Dabei war in den vergangenen Jahren eine deutliche Verschiebung in Richtung Emerging Markets zu beobachten.
Das Volumen der Fusionen und Übernahmen in Europa ist seit 2007 um zwei Drittel zurückgegangen - die Gesamtsumme der Transaktionen beträgt nur noch 369 Mrd. €. Dabei entfallen rd. zehn Prozent dieses gesamteuropäischen M&A-Wertes auf die CEERegion (Mittel- und Osteuropa, Russland und die Türkei) - ein historischer Höchststand. „Nach sinkenden Werten von 2007 bis 2009 verbuchten die Transaktionen in CEE 2010 einen Zuwachs von 16%“, sagt Vladimir Preveden, Managing Partner von Roland Berger Strategy Consultants in Zagreb. Die durchschnittliche Transaktionsgröße der M&A-Verträge in der CEE-Region erreichte 2007 einen Spitzenwert von 166,5 Mio. €. Danach folgte ein deutlicher Einbruch, von dem sich der Markt bis heute nicht erholen konnte. So lag das durchschnittliche Transaktionsvolumen auch 2010 bei nur rd. einem Drittel des Wertes von 2007. Hinsichtlich der Transaktionsgröße schaffte es daher lediglich die Übernahme von Kyivstar GSM durch Vimpelkom in die CEE Top 15 der letzten zehn Jahre. Innerhalb der CEE-Region konnte Russland seine dominante Stellung behaupten. Zwischen den Jahren 2000 und 2010 entfielen 57% des M&A-Gesamtwerts auf Russland als Übernahmezielland. Der Anteil der Transaktionen, an denen russische Unternehmen als Käufer beteiligt waren, lag sogar bei 79%. Laut der aktuellen Roland Berger Studie zielten die meisten Investitionen auf den Energie- und Stromerzeugungsmarkt (43%). Auch der Telekommunikationssektor verzeichnete eine dynamische Entwicklung: 20% der Übernahmen in den CEE-Ländern im Jahr 2010 betrafen Unternehmen aus diesem Bereich. Im Gegensatz zur CEE-Region unterliegt der M&A-Markt in Südosteuropa (SEE) immer noch starken Schwankungen. Die SEERegion verfügt generell über eine geringere M&A-Kaufkraft, der Durchschnittswert der Transaktionen ist daher relativ niedrig: Er lag 2010 in SEE bei nur knapp 19 Mio. € und damit deutlich unter dem Durchschnittsvolumen für M&A-Transaktionen in CEE (58 Mio. €). Trotzdem gab es in der SEE-Region größere Übernahme-Deals als in den CEELändern.
Quelle: Corporate Finance weekly


