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Frühzeitig Partner integrieren

Dr. Ralph Beckmann

Dr. Ralph Beckmann ist Abteilungsleiter Nachfolgeberatung bei der Commerzbank AG

Ohne eine familiäre Unternehmensnachfolge-Lösung sind Alternativen gefragt. Für Mittelständler kann es sich lohnen, einen externen Manager mit einer Beteiligung ans Unternehmen zu binden.

Viele Unternehmer wissen vor dem Ruhestand: Für die Übernahme der Firma steht kein Unternehmensnachfolger aus der Familie zur Verfügung. In dieser Situation ist eine frühzeitige und strategische Nachfolgeplanung wichtig, um den reibungslosen Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten. Eine Lösung kann die Übernahme des Unternehmens durch die eigenen Führungskräfte (Management-Buy-out) sein oder der Einsatz eines Fremdmanagements im Rahmen eines Management-Buy-in, bei dem ein externer Gesellschafter ins Boot geholt wird. Die hausinterne Nachfolgelösung hat den Vorteil, dass das Management die Unternehmensstrategie mit geprägt hat, das Geschäft genau kennt und in der Firmenkultur verwurzelt ist.

Externe Unternehmensnachfolger: Neue Impulse von außen

Die externe Übernahme hingegen bietet die Chance, zusätzliches Know-how in das Unternehmen zu holen. Diese Variante erfordert eine Extraportion Planung. Allein die Suche nach einem Kandidaten braucht viel Zeit. Schließlich sollte der Gesellschafter über die entsprechende Expertise und Branchenkenntnis verfügen, um das Unternehmen weiterzuentwickeln. Bei der Auswahl sollten deshalb weniger finanzielle Aspekte eine Rolle spielen als vielmehr die persönliche Vertrauensbasis und der Konsens über die Ziele.

Vor diesem Hintergrund ist die Einbindung kompetenter Berater zu empfehlen, die mit dem Unternehmen ebenso vertraut sind wie mit den finanziellen Auswirkungen einer Übergabe. Sie unterstützen bei der Kandidatensuche und erarbeiten ein für beide Seiten maßgeschneidertes Finanzierungskonzept. Dies gilt besonders, wenn der Unternehmensnachfolger nicht über genügend finanzielle Mittel verfügt, um das Unternehmen vollständig zu erwerben, oder anstehende Restrukturierungen einen erhöhten Kapitalbedarf mit sich bringen. In beiden Fällen bietet sich eine Minderheitsbeteiligung an, bei der die Käufer Eigenkapital über Gesellschaftsanteile einbringen – auch unter Einbindung von Finanzinvestoren. Durch eine Option, die den schrittweisen Zukauf von Anteilen sicherstellt, kann die Beteiligung im Lauf der Jahre dann zu einer Mehrheitsbeteiligung ausgebaut werden

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