Transaktion
Vom Firmenchef zum Privatier

Nadine Maier ist Leiterin Family Solutions bei der Commerzbank
Wie begleitet die Commerzbank Unternehmer nach dem Unternehmensverkauf?
Das Unternehmen ist verkauft – der (Vor-)Ruhestand kann beginnen. Doch ehe das Freizeitleben genossen werden kann, müssen wesentliche Dinge geregelt werden. Individuelle Anlageziele, konkrete Investitionspläne, familiäre Situation, Vermögensübertragung – viele Faktoren beeinflussen die private Vermögensplanung, wenn Liquidität aus dem Unternehmensverkauf auf die Privatseite wechselt. Mit dem sogenannten Wealth Planning hat sich das Commerzbank Wealth Management dem ganzheitlichen Beratungsansatz verschrieben. Schließlich gilt es, den Wechsel in eine private Vermögensstruktur zielgerichtet zu planen und zu begleiten.
Freibeträge im Blick
Schon während der Verkaufsverhandlungen sollte der Unternehmer einige wichtige Aspekte berücksichtigen. So müssen erste technische Details wie die Einrichtung eines Abwicklungskontos für den Verkaufserlös geklärt werden. Vorsicht ist bei "Oder-Konten" geboten, da hier eine anzeige- und/oder steuerpflichtige Schenkung an den Ehepartner vorliegen kann, wenn der so übertragene Anteil am Verkaufserlös 500.000 Euro überschreitet. Wurden in den vergangenen zehn Jahren bereits Vermögenswerte übertragen, reduziert sich der Freibetrag entsprechend. Häufig wird der Verkaufserlös zunächst Brutto ausgezahlt; die Einkommensteuer wird dann zu einem späteren Zeitpunkt fällig und steht damit nicht zur langfristigen Anlage zur Verfügung. Hier sollte eventuell eine fristengerechte Zwischenanlage für die Steuerverbindlichkeit eingeplant werden.
Szenarien entwickeln
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Bank und Steuerberater des Kunden hat sich hierbei bewährt. Zu beachten ist zudem, dass der Kaufpreis oft in mehreren Tranchen ausbezahlt wird. Es empfiehlt sich, mehrere Szenarien zu berechnen, da künftige Kaufpreistranchen von der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens, ausstehenden kartellrechtlichen Genehmigungen und/oder bestehenden Gewährleistungsansprüche abhängen und damit sowohl zeitlich als auch in ihrer Höhe variieren können. Sind die ersten Details geklärt, folgt die finanzielle Planung des Vermögens. Eine Gesamtbetrachtung der Vermögensstruktur ist dabei unerlässlich. Die individuellen Wünsche und Vorstellungen des Unternehmers sind der zentrale Ansatzpunkt.
Wichtig ist, frühzeitig die Anlage des Mittelzuflusses und dessen Einbeziehung in die bereits bestehende Vermögensstruktur zu planen. Dazu sollte eine Übersicht und Analyse der vorhandenen Vermögenswerte erstellt werden. Dabei sind viele Aspekte zu betrachten, auch die eigene Lebensplanung sowie die familiäre Situation. Viele Unternehmer bleiben nach dem Verkauf des Unternehmens noch für ein paar Jahre im Unternehmen oder anderweitig tätig, wollen dann aber die berufliche Tätigkeit vor Erreichen des regulären Rentenalters beenden. Dafür empfiehlt sich eine mehrjährige Liquiditätsplanung, aus der ersichtlich wird, welche Zeiträume gegebenenfalls bis zur Fälligkeit von Lebens-/Rentenversicherungen und/oder dem Beginn von Rentenzahlungen überbrückt werden müssen oder inwieweit vorhandenes Vermögen hier zur Generierung von Liquiditätszuflüssen umstrukturiert werden muss. Eine solche Liquiditäts- und Vermögensplanung zeigt, ob und in welchem Umfang sich im Rahmen der Vermögensnachfolge bereits Vermögensübertragungen innerhalb der Familie darstellen lassen, ohne den eigenen Lebensstandard zu gefährden. Grundsätzlich ist deshalb die Nachfolgeregelung zu überprüfen, da sich dadurch eine völlig neue Vermögenssituation auf der Privatseite ergibt.
Aktuelles Reporting
Neben der einmaligen Planung der Anlage des Verkaufserlöses ist die Begleitung der vereinbarten Strategie Schwerpunkt unserer Zusammenarbeit mit ehemaligen Unternehmern. Dabei überprüfen wir regelmäßig den Umsetzungsstand der Planung. Nur so kann das Vermögen bei Bedarf auf sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst werden. Auf Wunsch bieten wir ein vierteljährliches Gesamtvermögensreporting. Dies hilft bei der Kontolle und Optimierung aller Vermögenswerte.
Mehr Informationen:
www.wealthmanagement.commerzbank.de
Nadine Maier
Die individuellen Wünsche und Vorstellungen des Unternehmers sind der zentrale Ansatzpunkt.
Kontaktdaten
Sie erreichen Frau Maier unter
family-office-pwm@commerzbank.com

