Kauf & Übergabe
Mühsame Suche

Arndt J. Kuper
In Deutschland übergeben jedes Jahr schätzungsweise 1.500 Steuerberater ihre Kanzleien an einen Nachfolger.
Die Übertragung einer Kanzlei stellt sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer eine besondere Herausforderung dar. Eine Erfahrung, die auch Arndt J. Kuper, Steuerberater und Rechtsanwalt bei der Taxat Steuerberatungsgesellschaft mbH & Co. KG in Hamburg gemacht hat.
DUB: Herr Kuper, Sie haben in den letzten Jahren zwei Kanzleien übernommen. Was können Sie Kollegen raten, die den gleichen Schritt wagen möchten?
Arndt J. Kuper: Natürlich gibt es kein Universalrezept für eine erfolgreiche Kanzleiübernahme, schließlich ist jede Kanzlei so individuell wie der Inhaber, der sie geprägt hat. Wichtig ist deshalb, dass die Chemie zwischen Verkäufer und Käufer und den Mandanten der Kanzlei stimmt, sowie der Charakter des Nachfolgers zur Kanzlei passt. Zudem ist bereits die Suche nach einer Steuerberaterkanzlei mühsam und zeitaufwendig.
DUB: Woran liegt dies Ihrer Meinung nach?
Arndt J. Kuper: Es mangelt nicht an Angeboten, im Gegenteil. Das Portfolio an kleinen Kanzleianbietern ist umfassend. Entsprechend viele Internetseiten mit Inseraten gibt es. Es ist aufwendig, hier den Überblick zu behalten. Das erschwert es, sich einen Marktüberblick zu verschaffen, um so auch ein Gefühl für die Kaufpreise zu bekommen.
DUB: Welche Aspekte waren bei Ihrer Suche noch hinderlich?
Arndt J. Kuper: Bei der lokal begrenzten Suche stößt man zwar relativ schnell auf Angebote, die auf den ersten Blick infrage kommen. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass das Gros der Inserate nur mit wenigen Informationen versehen war. Hier bestand ein erhöhter Nachfragebedarf, der dann zum Ausschluss des Angebots geführt hat. Diesen Mehraufwand hätte ich mir gern erspart. Hinzu kam, dass die Inserate in einigen Fällen schon überholt waren. Da wurden Sozietäten angeboten, die bereits verkauft waren beziehungsweise nicht mehr zum Verkauf standen.
DUB: War die Seriosität der Anbieter gewährleistet?
Arndt J. Kuper: Im Großen und Ganzen ja, denn bei derartigen Transaktionen, bei denen das persönliche Mandatsverhältnis im Vordergrund steht, ist Diskretion die Basis der Geschäftsbeziehung. Dementsprechend gab es keine Probleme.
DUB: Warum glauben Sie, dass die Deutsche Unternehmerbörse Ihre Suche erleichtert hätte?
Arndt J. Kuper: Zum einen ist die Deutsche Unternehmerbörse ein unabhängiger Marktplatz, zum anderen agiert DUB.de bundesweit. Dies verschafft dem Nutzer einen umfassenden Marktüberblick. Durch die Ermöglichung von automatisierten, auf das eigene Profil abgestimmten Suchprozessen erleichtert es diese Plattform dem Suchenden, immer aktuell über relevante Angebote informiert zu sein.


